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Bergsteigen – Eine Woche weg vom Rest der Welt

Bergsteigen – Eine Woche weg vom Rest der Welt

In diesem Blog teilt Ramona ihre ersten Erfahrungen im Bergsteigen und gibt Tipps, wie du selbst ins Bergsteigen einsteigen kann.

Bergsteigen – Eine Woche weg vom Rest der Welt

Ich liebe es einfach, nach einer langen, anstrengenden Wanderung auf dem Gipfel eines Berges anzukommen und auf die Welt zu blicken, die sich unter einem ausbreitet. Die völlige Erschöpfung gemischt mit Triumph, pure Freude verbunden mit Ehrfurcht vor der Schönheit des Ganzen, das Gefühl auf dem Gipfel der Welt zu stehen und sich gleichzeitig unglaublich klein zu fühlen – das ist eines meiner liebsten Gefühle auf der Welt.

Mein Name ist Ramona und ich habe mich in den letzten Jahren zu einem absoluten Fan des Kletterns und der Bergen entwickelt. In dieser Zeit habe ich eine Reihe von Outdoor-Abenteuern erlebt. Eines meiner absoluten Highlights war jedoch ein Einsteiger-Bergsteigerkurs, an dem ich letzten Sommer teilgenommen habe. In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen von diesem Abenteuer mit dir teilen.

Bergsteigen – was ist das?

Bergsteigen - Ist das nicht das gleiche wie wandern? Nein, ist es nicht. Bergsteigen, oder Alpinismus, ist im Grunde eine Reihe von Outdoor-Aktivitäten, die man braucht, um hohe Berge zu besteigen, wie zum Beispiel die Alpen. Wandern ist natürlich ein wichtiger Teil des Bergsteigens, aber es umfasst noch viel mehr Aktivitäten rund um Felsen, Schnee und Eis; Es umfasst Klettern, Eisklettern, Gletscherüberquerung, Skibergsteigen und andere Aktivitäten. Bergsteigen beinhaltet also alle Fähigkeiten, die erforderlich sind, um sich sicher auf den schwierigen Terrains zu bewegen, die man in hohen Bergen findet.

bergsteigen
Photographer: Anand Sie

Mein Bergsteigerkurs

Der Alpinkurs, für den ich mich angemeldet hatte, sollte in der Venedigergruppe, einem Gebirge in den zentralen Ostalpen, stattfinden und sieben Tage dauern. Zur Akklimatisierung und zum Kennenlernen der anderen TeilnehmerInnen bin ich bereits einige Tage vor dem offiziellen Kursbeginn zum Campen nach Österreich gefahren. Am Abend vor dem ersten Tag checkten wir alle gemeinsam unsere Ausrüstung, tauschten aufgeregt unsere Erwartungen und ersten Erfahrungen aus und gingen voller Vorfreude schlafen.

Unser erster Tag begann mit einer Überraschung. Ich und die anderen TeilnehmerInnen warteten mit unseren schweren Rucksäcken am vereinbarten Treffpunkt auf unseren Bergführer, aufgeregt und in der Erwartung, eine Wanderung 20 Kilometer Wanderung mit 1.200 zu überwindenden Höhenmetern zu der Berghütte, in der wir die Woche verbringen würden anzutreten. Unser Guide hatte jedoch andere Pläne: Er hatte für uns einen Minibus organisiert, der uns den größten Teil des Weges nach oben brachte und uns nur eine zweistündige Wanderung ließ. Ich könnte nicht behaupten, dass es mir allzu viel ausgemacht hat - So hatten wir an diesem Tag mehr Zeit Seiltechniken zu üben. Außerdem war ich mir sicher, dass es in den kommenden Tagen mehr als genug harte Wanderungen geben würde.

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Photographer: Anand Sie

Die folgenden sieben Tage verbrachten wir damit zu lernen, wie man sich in allen Arten von Gelände, einschließlich Felsen, Schnee und Eis, sicher bewegt, da dies die Grundlage für jede BergsteigerIn ist. Ich lernte, wie man sich gegenseitig beim Besteigen kniffliger Kammlinien sichert, sicher auf steilem Eis und Schnee geht, von einem Gipfel abseilt und vieles mehr.

Mein Highlight des Kurses war jedoch zu lernen, wie man Gletscher sicher überquert. Beim Gehen auf einem Gletscher besteht immer die Gefahr, in eine nicht sichtbare, von Schnee bedeckte Gletscherspalte zu stürzen. Deshalb bindet man sich bei der Überquerung mit meist drei bis fünf Personen in ein Seil ein, damit die anderen Personen deiner Seilschaft dich im Falle eines Sturzes auffangen können. Natürlich haben wir auch verschiedene Techniken der Spaltenbergung geübt, um uns in solch einer gefährlichen Situation selbst helfen zu können. Wie? Nun, wir haben uns an einem Seil eingebunden, eine Person ist in eine Gletscherspalte gesprungen, und mit verschiedenen Rettungstechniken haben wir diese Person wieder herausgezogen. Hört sich beängstigend an? Das war es nicht, es hat tatsächlich sehr viel Spaß gemacht. Natürlich hatten wir die Techniken zuerst auf sicherem Gelände geübt und unser Bergführer hatte immer ein Auge auf uns.

Neben der vielen Zeit draußen in den Bergen, gab wir auch einige theoretische Kursinhalte zu lernen. Unter anderem lernten wir über alpine Gefahrenerkennung, Gletscher, benötigtes Material, Wettersysteme und darüber, wie man einfache alpine Touren selbst plant und vorbereitet. Auch wenn sich das vielleicht etwas langweilig anhört, fand ich es tatsächlich sehr interessant. Wichtiger noch, dieses Wissen ist unabdingbar, wenn man sich sicher auf eigene Faust auf Bergtouren begeben möchten.

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Photographer: Anand Sie

Die kleinen Freuden sind die besten

Draußen auf Schnee oder Fels unterwegs zu sein ist großartig, aber jeden Nachmittag zurück zur Hütte zu kommen, hat auch etwas für sich. Draußen vor der Hütte zu sitzen, etwas Deftiges zu essen und das fast obligatorische Weißbier zu genießen, während man ein paar Murmeltiere zuschaut, die im Schnee spielen, ist die perfekte Art der Belohnung nach einem langen, anstrengenden Tag.

Was mir rückblickend am besten gefallen hat, war die fast komplette Abgeschiedenheit vom Rest der Welt in dieser Woche. Es gab kein Internet, keine Nachrichten, keinen Handyempfang – einfach keinen Kontakt zur Außenwelt. In unserer hypervernetzten, globalisierten Welt, inmitten der Corona-Krise, war das eine sehr willkommene Abwechslung. Das Leben in den Bergen schien langsamer, auf den Moment konzentrierter, einfacher.

Die Woche verging wie im Flug. Obwohl die Tage körperlich sehr anstrengend waren und das frühe Aufstehen jeden Morgen anstrengend war, fühlte es sich an als wären wir gerade erst angekommen, als wir bereits wieder hinunter zur Bergstraße wanderten und mit dem Minibus ins Tal fuhren.

mountaineering
Photographer: Anand Sie

Du möchtest mit dem Bergsteigen beginnen?

Freust du dich jetzt darauf, selbst mit dem Bergsteigen anzufangen? Fantastisch! Hier sind einige wichtige Dinge, die du vorher beachten solltest:

1. Gehe viel wandern

Ein paar lustige Wanderungen in Ihrer Nachbarschaft zu unternehmen, ist ein wunderbarer Anfang. Steigere dich langsam, nach und nach. Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, vorher einige mehrtägige Wanderungen zu unternehmen, um zu sehen, wie es dir gefällt tagelang mit einem schweren Rucksack unterwegs zu sein. Zusätzlich ist eine mehrtägige Hüttentour in den Bergen empfehlenswert, um herauszufinden, ob Bergsteigen etwas für dich wäre. Es ist nicht nur wichtig, sich auf Bergwanderwegen wohlzufühlen, denn das Schlafen in einer Berghütte ist nicht jedermanns Sache. Das Leben dort ist meist sehr einfach, es gibt wenig Komfort oder Luxus, und man schläft normalerweise in Schlafsälen mit mehreren Personen. Darüber hinaus ist es wertvoll zu erfahren, wie du damit klarkommst, längere Zeit in großer Höhe zu sein.

2. Buche einen passenden Kurs

Du bist überzeugt, dass du unbedingt einen Bergsteigerkurs machen möchtest? Toll! Dann musst du nur noch einen Kurs wählen, der zu dir passt. Achte darauf, einen Kurs zu buchen, der deinem aktuellen Können entspricht. Für einige Anfängerkurse kann es Anforderungen geben, wie z. B. Vertrautheit mit bestimmten Seiltechniken. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du über die erforderlichen Fähigkeiten verfügst, kannst du dich jederzeit an die Organisation wenden, sie helfen dir gerne weiter. Es gibt viele verschiedene Organisationen, die Kurse anbieten, je nachdem, wo du dich befindest. Es ist immer gut, sich bei den Alpenvereinen des Landes umzusehen, z. B. beim DAV für Deutschland, dem ÖAV für Österreich oder dem SAC für die Schweiz. Das Wichtigste, worauf du immer achten solltest, ist, dass der Kurs von Bergführern gegeben wird, die von der Internationalen Vereinigung der Bergführerverbände zertifiziert sind.

2. Trainiere ausreichend

Du musst kein Weltklassesportler sein, um einen alpinen Einsteigerkurs zu machen. Du solltest jedoch einigermaßen fit sein und über eine gute Ausdauer verfügen. Den ganzen Tag mit schwerem Rucksack in den Bergen unterwegs zu sein ist kein Zuckerschlecken. Regelmäßiges Ausdauertraining wie Laufen oder Radfahren ist eine super Option. Darüber hinaus ist es auch wichtig, ausreichend Kraft im Oberkörper zu haben. Optimal wäre es ab und zu in der örtlichen Kletterhalle klettern zu gehen. Das hat den Vorteil, dass du dich bereits mit dem Umgang mit einem Seil, dem Tragen eines Gurtes und dem Sichern vertraut machst. Ich selbst habe einige Monate vor Beginn des Kurses begonnen, mindestens zweimal pro Woche fünf bis zehn Kilometer zu laufen, um meine Ausdauer zu verbessern. Kombiniert mit regelmäßigem Klettern und gelegentlichen Wanderungen an den Wochenenden war das eine gute Vorbereitung.

3. Organisiere die passende Ausrüstung

Beim Bergsteigen ist die richtige Ausrüstung unerlässlich für deine Sicherheit. Allerdings kannst du die meisten teuren Dinge normalerweise bei der Organisation mit der du den Kurs machst mieten. Kauf dir besser keine Steigeisen, Eispickel oder Seile, bevor du dir nicht sich bist, was du wirklich brauchst. Einige Dinge brauchst du allerdings; Einen guter Rucksack, der groß genug für die Ausrüstung ist, einen Klettergurt, adequate Bergschuhe, und einige kleinere Ausrüstungsgegenstände wie Karabiner, müssen selbst besorgt werden. Besprich die Details am besten mit dem Kursanbieter. Darüber hinaus sind mehrere Lagen Funktionsbekleidung, die dich für alle Wetterlagen rüsten, unerlässlich.

4. Pass auf dich auf

Sei immer vorsichtig und achte auf deine Grenzen. Überschätze dich nicht und tun nur das, womit du dich sicher fühlen. Begebe dich niemals auf Bergsteigertouren ohne einen lizenzierten Bergführer oder ohne vorher einen Kurs absolviert zu haben. Man fühlt sich vielleicht wie ein Profi, nachdem man Hunderte von YouTube-Videos, die es so gibt, angesehen hat, aber glaube mir, es ist nicht so einfach. Das alpine Terrain ist gefährlich, besonders ohne entsprechende Erfahrung und Wissen.

5. Viel Spaß!

Das Wichtigste zu guter Letzt: Genießen deine Zeit in den Bergen. Ob es nun eine leichte Wanderung durch die Hügel in deiner Nähe, eine Hüttentour in den Alpen oder ein kompletter Bergsteigerkurs ist, denken immer daran, Spaß zu haben.

Hat dir dieser Artikel gefallen und du willst mehr über meine nächsten Outdoor Abenteuer sehen? Dann folge mir doch auf Instagram @ramona.doliff .

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