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Camping mit Dachzelt auf dem Auto

Mit einem Dachzelt (RTT) auf dem Auto durch Deutschland, Schottland oder Afrika reisen und an den schönsten Plätzen campen. Klingt wie ein Traum, oder?

Mit einem Dachzelt (RTT) auf dem Auto durch Deutschland, Schottland oder Afrika reisen und an den schönsten Plätzen campen. Klingt wie ein Traum, oder? Mein Mann und ich träumen seit Jahren von einem coolen 4x4 mit Dachzelt obendrauf. Wohin und wann wir wollen und unser Bett immer dabei haben. Leider konnten wir uns bis jetzt diesen Traum bis jetzt noch nicht erfüllen. Vor ein paar Jahren haben wir allerdings einen Roadtrip durch Schottland mit einem Dachzelt auf dem Auto gemacht und es war unglaublich. Du fragst dich, wie wir Camping mit einem Dachzelt erlebt haben? Darüber, sowie über die Vor- und Nachteile beim Campen mit einem Dachzelt, kannst du in diesem Artikel lesen. Und nein, einen coolen Allradantrieb braucht man definitiv nicht, obwohl das die Fahrt noch abenteuerlicher macht.

Mein Name ist Kirsten, ich bin Fotografin und die Person hinter dem holländischen Reiseblog Where She Goes. Where She Goes ist ein Reiseblog für alle, die die Natur, Campingausflüge und einzigartige Orte zum Schlafen in der Natur lieben. Ich bin oft unterwegs um allerlei Traumorte und einzigartige (nachhaltige) Unterkünfte, wie Waldhütten und Baumhäuser zu erkunden und fotografieren. Zeltcamping wurde mir quasi in die Wiege gelegt, von klein auf bin ich mit meiner Familie campen gefahren. Mein größter Traum ist es, mit einem selbst umgebauten (vorzugsweise elektrischen) Wohnmobil zu reisen und ortsunabhängig zu arbeiten. Allerdings bin ich noch nicht so weit. Bis dahin erwarten dich Artikel von mir als Campspace-Kolumnist mit praktischen Camping-Tipps und Artikeln über die coolsten Camping- und Glamping-Spots.

Was genau ist ein Dachzelt?

Der Name ist Programm: Ein Dachzelt ist ein Zelt, das auf dem Dach deines Fahrzeugs befestigt wird. Man schläft also praktisch auf dem Dach. Hast du jemals ein Auto mit Allradantrieb mit einer Art „Paket“ auf den Dachträgern gesehen? Gut möglich, dass es sich um ein Dachzelt handelt. Viele kennen die Dachzelte von abenteuerlichen Safaris in Afrika. Aber auch mit Dachzelt und eigenem Auto kann man Urlaub machen.

Bis vor ein paar Jahren dachte ich, dass es nur möglich ist, ein Dachzelt an einem dieser großen und coolen Allradler zu befestigen. Aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Denn auch auf einem Kleinwagen kann man ein Dach anbringen. Hauptsache man hat (gute) Dachträger.

Dachzelt mieten

Du musst dir nicht gleich ein Dachzelt kaufen, sondern kannst es auch erst einmal mieten. Kannst du dir vorstellen, wie glücklich ich war, als ich das vor ein paar Jahren herausfand? Damals hatten wir einen Roadtrip durch Schottland geplant und ein Dachzelt klang einfach perfekt für diesen Trip.

Dachzelte sind in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Das bedeutet auch, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, eins zu mieten. Perfekt, denn so kannst du schon vor dem Kauf herausfinden, ob Dachzeltcamping dein Ding ist. Plus: Es ist ein großes Abenteuer!

Wir haben uns entschieden, das Eezi-Awn Jazz zu mieten, ein südafrikanisches Dachzelt, das in vier Breiten (120 cm, 140 cm, 160 cm und 180 cm) erhältlich ist. Wir haben uns fürdie Variante mit 140 cm Breite entschieden, es für zwei Wochen gemietet und sind in die schottischen Highlands gefahren.

Was? Ein Dachzelt?

Als wir auf unserem ersten Campingplatz in Schottland (in der Nähe von Loch Lomond in den Trossachs) ankamen, fragte uns die Rezeptionistin, ob wir ein Zelt oder ein Wohnmobil hätten. Aber nein, wir hatten ein Dachzelt. "Ein Was?" wurden wir gefragt. Nun, Sie wissen schon, ein Zelt auf dem Dach Ihres Autos. Etwas verwirrt schaute die Rezeptionistin aus dem Fenster auf unser Auto. Wir haben in Schottland nur sehr wenige Dachzelte gesehen.

Ich schreibe diesen Artikel ungefähr sechs Jahre, nachdem ich mit dem Dachzelt nach Schottland gereist bin. In den letzten Jahren hat sich in der Welt der Dachzelte viel verändert. Sie sind überall richtig bekannt und super beliebt. Ich erwarte also nicht, dass du verwirrte Rezeptionist*innen antreffen wirst.

Parken, aufklappen und fertig!

Als wir unser Dachzelt zum ersten Mal in Schottland aufgebaut haben, dachten wir: „Ok, wie machen wir das?“ Aber es stellte sich heraus, dass wir nur die Abdeckung entfernen, zwei Clips lösen, die Leiter und das Zelt selbst aufklappen mussten. Mit acht Stiften haben wir im Handumdrehen ein paar kleine Vordächer erstellt.

Das Zusammenklappen des Dachzeltes erfolgte genauso, natürlich in umgekehrter Reihenfolge. Je öfter wir das Zelt aufstellten und zusammenlegten, desto einfacher wurde es. Nach einer Weile brauchten wir nur noch zwei Minuten, um das Dachzelt aufzuklappen. Was zu Kommentaren unserer Campingnachbarn führte: „Das ist einfach genial“.

Bevor wir mit dem Dachzelt campen gingen, waren wir immer ein bisschen neidisch, wenn wir unsere Campervan-Nachbarn sahen, wie sie einparkten, ihr Vorzelt ausklappen, sich eine Flasche Wein schnappen und sich hinsetzen. Nun, diese Eifersucht ist nicht mehr nötig, wenn man mit einem Dachzelt campt.

Die Nachteile eines Dachzeltes

Ich kann dich fast schon denken hören: „Hat ein Dachzelt überhaupt keine Nachteile?“ Doch, hat es. Auch wenn wir nicht viele Nachteile entdeckt haben, gibt es einige Dinge zu beachten, wenn du mit einem Dachzelt auf Abenteuer gehen:

  1. Jedes Mal, wenn man mit dem Auto losfahren will, muss man das Zelt wieder zusammenfalten: Das haben wir nicht als Problem empfunden, weil wir jede Nacht auf einem anderen Stellplatz übernachtet haben. Und man bewahrt eh nicht viele Dinge im Dachzelt auf, sodass es nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber wenn du es als Problem empfinden, dann ist es vielleicht eine gute Idee, Fahrräder mitzubringen.
  2. Du lebst aus deinem Fahrzeug heraus: Weil du nicht viele Sachen im Zelt unterbringen kannst, lebst du quasi aus deinem Fahrzeug heraus. Das braucht etwas Anpassungsvermögen und Organisation.. Wo lässt man zum Beispiel die Schuhe, wenn man schlafen gehst? Und wo bewahrst du deine Klamotten auf, die du am nächsten Tag anziehen möchtest?
  3. Die Gnitzen Schottlands: Kleiner als Mücken, aber 1.000 mal lästiger. Diese witzigen Fliegen gibt es im schottischen Hochland von Mai bis September. Sie fliegen in Wolken um einen herum, sind (besonders) bei Sonnenauf- und -untergang aggressiv, beißen bösartig und verursachen Juckreiz. Was hat das mit einem Dachzelt zu tun, höre ich dich fragen. In dem Moment, in dem diese Mücken dich „angreifen“, willst du nur noch weg von ihnen. Das Dachzelt, mit dem wir gezeltet haben, war mit schönen Insektenschutznetzen ausgestattet, die wahrscheinlich sehr gut gegen viele Insekten wirken. Aber nicht gegen Mücken. Das Licht im Dachzelt anzuschalten, wenn die Mücken herum flogen, kam also nicht in Frage. Suchst du gerade nach einem passenden Dachzelt? Dann achte genau auf die Schutznetze.
  4. Bei Regen musst du dich auf dein Bett setzen und warten: Du hast zwar die Möglichkeit, die Breite des Zeltes zu wählen, aber die meisten Dachzelte sind hauptsächlich zum Schlafen gedacht. Wenn es also regnet, sitzt du entweder im Auto oder auf der Matratze auf dem Autodach. Glücklicherweise gibt es Dachzelte, die die Möglichkeit haben, das Zelt mit einem großen Untersitz-Zelt zu erweitern. Dies stellt sicher, dass du einen Platz zum Sitzen und Kochen hast wenn es regnet.

Mehr Nachteile fallen mir allerdings wirklich nicht ein. Kommen wir also zu den Vorteilen.

Die Vorteile eines Dachzeltes

  1. Du kannst das Dachzelt im Handumdrehen aufklappen: Und es ist großartig, sich nach dem Aufklappen des Zeltes auf Ihren Platz zu setzen und sich ein „wohlverdientes“ Getränk einzuschenken.
  2. Deine Matratze ist bereits im Zelt: Kein Ärger mit aufblasbaren Luftmatratzen oder selbstaufblasenden Matten. Und Schlafsäcke und Kopfkissen kann man beim Zusammenfalten oft im Dachzelt lassen.
  3. Übernachten können, wo du willst: Schließlich hast du deine Unterkunft und Ausrüstung immer dabei. Wildcampen ist übrigens in Schottland erlaubt, natürlich mit Erlaubnis des Landbesitzers.
  4. Keine Bodenkälte: Gerade in Ländern wie Schottland, wo die Temperatur nachts stark sinken kann, kann es ziemlich kalt werden, auf dem Boden zu schlafen. Darüber musst du dir bei einem Dachzelt keine Gedanken machen.
  5. Das Zelt ist wasserdicht: Das bedeutet, dass es kein Problem ist, das Dachzelt bei Regen oder wenn das Zelt noch nass ist zusammenzufalten (natürlich nur, wenn du es danach wieder aufklappst zum Trocknen).

Und seien wir ehrlich: Es ist ein unglaubliches Abenteuer!

Ein Dachzelt ist ein echter Hingucker. Die Leute blieben die ganze Zeit stehen, um einen guten Blick darauf zu werfen oder sich mit uns darüber zu unterhalten, wie „brillant“ und „genial“ das Dachzelt sei. Und ich kann ihnen nur zustimmen. Es tat mir sehr leid, als wir das Dachzelt abgeben mussten. Wir werden auf jeden Fall wieder mit einem Dachzelt campen gehen! Am liebsten natürlich mit coolem Allradantrieb.

Welches Dachzelt solltest du wählen?

Heutzutage gibt es super viele Dachzelte zur Auswahl. Ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist zu wissen, sich zu entscheiden, welches für dich am besten geeignet ist. Es gibt budgetfreundliche Softshells – mit weichem Bezug - und teure Hardshells – die aussehen wie eine Dachbox – und dann gibt es alles dazwischen. Es gibt Zelte mit Panoramafenstern (Skygazer), um vom Bett aus die Sterne zu betrachten. Und es gibt Dachzelte, die mit einem großen Untersitz-Zelt erweiterbar sind. Egal für welches Dachzelt du dich entscheidest, es ist wichtig, auf die Länge und Breite der Matratze, die Breite des Zeltes selbst, die Insektenschutzgitter und die Befestigung des Dachzeltes am Dach zu achten. Mit anderen Worten: Ist das Zelt für dein Fahrzeug und deinen Dachträger geeignet?

Camping mit einem Dachzelt auf deinem Auto ist ein Abenteuer, das du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Erlebe die Freiheit, den Komfort und die freie Natur!

Möchtest du mehr über meine Camping- und Glamping-Abenteuer und über die besten Campingplätze, (Natur-)Campingplätze und Campingplätze lesen? Dann wirf einen Blick auf meine Website Where She Goes und meine Instagram-Seite.

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