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Camping Essentials: Die besten Zelte, Schlafsäcke, Campingkocher & Co

Camping Essentials: Die besten Zelte, Schlafsäcke, Campingkocher & Co

Auf der Suche nach einem neuen Zelt? Hier findest du Expertentipps für eine langlebige Ausrüstung für den Campingurlaub mit der Familie. Erfahre mehr über die besten Zelte, Schlafsäcke, Campingkocher & Co.

Camping Essentials: Die besten Zelte, Schlafsäcke, Campingkocher & Co

Immer draußen sein, die Natur mit allen Sinnen erleben, viel rumkommen und dabei noch vergleichsweise günstig Urlaub machen? Hört sich nach Camping an! Dass es dazu nicht unbedingt ein Expeditionsfahrzeug, einen zweifarbigen Van oder ein Wohnmobil from Hell im Wert eines mittleren Neubau-Eigenheims braucht, ist das Thema dieses Blog-Beitrags. Es geht dabei auch nicht um ultraleichte, gewichts- und packmaßoptimierte Trekkingausrüstung, sondern um eine robuste, langlebige und sinnvolle Ausstattung für den Campingurlaub mit der Familie.

Und schließlich ist eine umfassende Packliste ebenso wenig Anspruch des Artikels. Dazu verweise ich gerne auf folgenden Blog-Beitrag, den ich allen interessierten Lesern hiermit wärmstens an Herz legen möchte: die Packliste Zelten.

Also: ich bin Andreas, und übernachte im Urlaub bereits seit der ersten Jugendrotkreuz-Freizeit in der Kindheit am liebsten in Zelten. Und daran hat sich seither auch nichts mehr geändert. Dem Rest der Familie geht´s glücklicherweise genauso. Daher bedeutet Familienurlaub für meinen Clan und mich in der Regel auch, Zelt und Schlafsäcke in den Kofferraum, und ab geht die Post. Egal ob nach Westen, Osten, Norden oder Süden: überall finden sich angenehme, schöne, naturnahe, ruhige, und manchmal auch einzigartige Campingplätze.

Gerade die Kombination Zelt und Auto ist unserer Erfahrung nach einfach unschlagbar, wenn es darum geht, irgendwo sein Lager aufzuschlagen, und ansonsten so mobil wie möglich zu bleiben. Klar, im Campervan sind Wechsel des Basislagers etwas rascher möglich, weil kein Zelt auf- und abgebaut werden muss. Aber spontan noch kurz zum Einkaufen fahren wird dafür dann schon wieder schwieriger. Und abgesehen davon erreicht man die besten Stellplätze auf dem Campinggelände in der Regel eh am besten mit dem Zelt (ich sag nur terrassierter Hang am Flußufer ;-).

Im Folgenden möchte ich euch also die für ein gelungenes Camping-Abenteuer notwendige Ausrüstung vorstellen. Dabei sollen drei Stufen unterschieden werden:

● Basic, das wäre, wie der Name schon andeutet, das einfachste Ausstattungs-Level, mit dem man bereits viel Spaß beim Zelten haben kann.

● Unter Advanced werden ein paar Produkte mehr zu finden sein, die dein Camping-Erlebnis etwas komfortabler, aber die anzuschaffende und zu transportierende Ausrüstung einen Tick kostspieliger und umfangreicher machen.

● Premium schließlich meint - wer hätte es gedacht?- die Luxusvariante an Campingausstattung, mit der im Rahmen unserer Vorgaben kaum mehr Wünsche offen bleiben sollten.

Als Mitarbeiter bei Bergfreunde.de wiederholt sich hier die alte Geschichte von Bock und Gärtner mit mir in der Hauptrolle; entsprechend sitze ich in puncto Equipment natürlich an der Quelle, und das ist auch die Basis, auf der die folgenden Empfehlungen erstellt wurden.

Als zugrunde liegende Rudelgröße nehmen wir der Einfachheit halber mal vier an: Mama, Papa, Kind 1, Kind 2.

Camping Essentials: Basic

Vorab: welche grundlegenden Bedürfnisse müssen wir auch im Urlaub abdecken? Wir müssen essen, trinken, schlafen und darüber hinaus gibt es auch noch gewisse sanitäre Notwendigkeiten. Letztere wollen wir gleich mal an die Betreiber des Campingplatzes outsourcen, danke vielmals!

Fangen wir also mit dem wichtigsten an: Trinken ist vergleichsweise leicht abgedeckt -oder? Was aber, wenn der Sanitärblock am anderen Ende des Campingplatzes liegt, fernab von unserem DeLuxe-Zeltplatz direkt unter den drei größten und schönsten Kiefern des Geländes? Ich selber bin da wegen Fehlplanung meinerseits (oder strategisch ungeschickter, aber eben attraktiver Platzwahl) einfach schon zu viel und viel zu oft hin und her gerannt. In dem Fall ist ein Wasserträger kein Fehler, denn dessen Inhalt hilft nicht nur gegen den Durst, sondern auch beim Kaffee kochen, Essen machen, Hände waschen etc. pp.! Einfallen würden mir da z.B. der einfache, kleine, faltbare Folding Water Carrier von Easy Camp mit 8 Litern, oder, bei erhöhtem Bedarf (bzw. größerer Entfernung des Sani-Blocks), ein etwas größeres Kaliber wie der Watercell X von Sea to Summit, der in verschieden Größen bis zu 20 Litern zu haben ist.

Ok, Flüssigkeitsmanagement, so weit so gut. Aber essen? Klar, man kann sich mit Baguette und Wurst, Käse und Obst eindecken; damit überlebt man gut. Aber so eine warme Mahlzeit hat ja auch was für sich…? Um jeden Tag im Restaurant speisen zu können, muss es ein solches erstmal in der Nähe haben, und dann gibt es ja auch noch sowas wie ein Urlaubs-Budget. Und, naja, Kinder mögen Pasta mit Pesto. Gern auch jeden Tag. Also brauchen wir einen Topf, wie z.B. den Ottawa Pot von Robens, den man praktischerweise auch übers Feuer hängen kann. Warm ist das Wasser bzw. Essen jetzt halt immer noch nicht, also braucht es noch einen Kocher. Dem Titel dieses Abschnitts Rechnung tragend möchte ich an der Stelle den unbestrittenen Klassiker der jüngeren europäischen Camping-Geschichte ins Spiel bringen, nämlich den ebenso kleinen wie praktischen Campinggaz Bleuet 206. Klingt wie ein Peugeot, kommt wie dieser aus Frankreich und erhitzt seit Jahrzehnten zuverlässig Töpfe, Pfannen und Kaffeekannen. A propos - wir verlassen das Haus nie ohne eine Mokkakanne wie die Manley Espresso Maker von Outwell.

Wenn die Meute dann noch gemütlich gemeinsam vor dem Zelt sitzen und den Sonnenuntergang genießen möchte, empfiehlt sich vielleicht eine Sitzunterlage, je nach Beschaffenheit, Temperatur und Durchfeuchtung des Untergrundes. Stoic hat mit dem Logo Seat Cushion ein faltbares Outdoor-Sitzkissen im Angebot, das harte Böden weicher, kalte wärmer und feuchte trocken macht. Empfehlung!

So, jetzt sind wir vier nach einem anstrengenden Wandertag aber - trotz Kaffee nach dem Essen für zwei von uns - hundemüde und wollen uns hinlegen. Also ab ins Zelt! Aber welches? Da wir uns hier im Bereich Grundlagen bewegen, möchte ich ein recht puristisches, solides Kuppelzelt für vier Personen vorschlagen, so eins wie das Denali IV Tent von Salewa. Wasser- und winddicht muss es sein, und der Zeltboden soll robust und natürlich ebenfalls wasserundurchlässig sein. Dank zweier Eingänge bietet es variable Nutzungsmöglichkeiten und bei Bedarf sehr guten Durchzug; Belüftungsöffnungen sind auch vorhanden - das alles lernt man schnell zu schätzen, wenn es mal in etwas wärmere Gefilde geht. Ein in sich geschlossenes Innenzelt mit Insektenschutz würde ich prinzipiell ebenfalls immer empfehlen, denn Schnaken sind furchtbar lästig, und z.B. Skorpione zwar faszinierend zu beobachtende kleine Kerlchen, die ich aber trotzdem nicht im Schlafsack haben möchte. Bei richtig großer Hitze kannst Du auch einfach nur das Innenzelt des Denali IV, quasi als Insektenschutz, aufstellen, und die Außenhülle komplett weglassen. Da das Zelt freistehend ist (es muss nur mit Heringen am Boden fixiert werden) benötigt es keine Abspannleinen. Gegen Wind ist es auch so stabil gewappnet, wobei das relativ flache, abgerundete Kuppelzelt hier schon qua Form einen Vorteil gegenüber Modellen mit mehr Angriffsfläche hat. Auch wichtig: der kleine, überdachte Vorraum unter dem Außenzelt, in dem Gepäck und (schmutzige) Schuhe geparkt werden können, damit sie nach dem Aufwachen sofort wieder bei der Hand sind (und im Zelt keine Sauerei anrichten).

Fehlt noch der Schlafsack! Wenn wir für jetzt mal davon ausgehen, dass Camping erstmal hauptsächlich während der warmen Jahreszeit mit einer geografischen Tendenz Richtung Süden stattfindet, dann reicht in der Theorie ein sogenannter Sommerschlafsack, der ist bis etwa +10° hinunter komfortabel; bei niedrigeren Temperaturen wird’s dann aber unter Umständen unangenehm. Hier gilt: was der Einen viel zu warm ist, kann dem Anderen schnell zu kalt werden, vor allem gegen Ende des Sommers, wenn im August und September die Nächte bereits wieder frisch werden. Also, für die weniger Verfrorenen wird ein Schlafsack wie der Lunar I von Mountain Equipment für die warme Zeit des Jahres vollauf genügen. Wenn du aber diesbezüglich zu den empfindlicheren Naturen gehörst, oder nicht nur im Sommer zelten möchtest, empfiehlt sich vielleicht doch eher ein Dreijahreszeitenschlafsack wie beispielsweise der Trestle Elite Eco 30 von Marmot, denn der hält dich auch bei niedrigeren Temperaturen schön warm. Und im Zweifel kann man einen (zu) warmen Schlafsack ja öffnen und als Zudecke nutzen. Für Kinder würde ich prinzipiell immer einen Dreijahreszeitenschlafsack empfehlen, einfach weil sie schneller frieren, und sich bei zu großer Wärme ohnehin selbstständig freistrampeln ;-) Besonders sympathisch ist mir da aus zwei Gründen der Biopod Wolle Kids World Traveller von Grüezi Bag: einerseits ist er mit Wolle als Isoliermaterial gefüllt, die das Kind flauschig warm hält, und andererseits wächst dieser Schlafsack mit, da man das Fußende verlängern kann, wenn sein(e) Bewohner(in) ihm zu entwachsen droht. Für eine Vertiefung dieses Themas möchte ich auf den Artikel zur Kaufberatung bei Schlafsäcken im Bergfreunde-Basislager-Blog verweisen.

Als Schlafunterlage kann im Kapitel Basic erstmal nur der Klassiker unter den Isomatten zur Empfehlung kommen: die Ridge Rest Classic von Therm-A-Rest. Universell, leicht und unzerstörbar. Diese Matte kannst du vor dem Zelt als Sitzunterlage nutzen, als Windschutz für den Gaskocher aufstellen, als Anfahrhilfe für das Auto bei Feststecken im Schnee nutzen oder einfach als zusätzliche Isolationsschicht zum Boden hin auslegen (alle vorgeschlagenen Nutzungen sind Andreas©-erprobt!). Aber sie ist natürlich dünn…wenn du es also etwas bequemer haben möchtest, führt kein Weg an einer einfachen, luftisolierten Matte vorbei. Outwell hat zwei Stück im Angebot, die in Frage kämen: die Sleepin 3.0 bietet eine 3cm starke Isolierung aus Schaumstoff und Luftkammern; sie ist immer noch schlank, bietet aber etwas mehr Komfort. Für richtig viel Abstand zum Boden braucht es dann etwas wie die Classic with pillow, denn die ist 18cm hoch und mit einer integrierten Fußpumpe schnell zu befüllen; außerdem hat sie eine leichte Erhöhung am einen Ende (das ist der “pillow”-Teil, also quasi ein integriertes Kissen). Wie basic diese Matte (bzw. Matratze) allerdings noch ist, sei einmal dahingestellt.

Und auch auf die Gefahr hin, dass dieser Hinweis ebenfalls bereits über die reinen Grundlagen hinausgeht: ohne ein Kissen möchte ich nicht schlafen. Besonders geschickt finde ich dabei das Drift Pillow von Klymit, denn das kannst du entweder mit dem bequemen Jersey-Bezug im Zelt haben, oder aber mit der wasserabweisenden, robusteren Oberfläche auch draußen nutzen.

Ganz zum Schluß geht es im Bereich Basic nicht ohne das älteste Werkzeug der Menschheit: das Messer. In dem Fall ein Taschenmesser. Die dürfen gern aus der Schweiz kommen und sollten neben der obligatorischen Klinge noch Säge, Korkenzieher, Kapselheber, Ahle, Pinzette und Dosenöffner enthalten. Behold the D05 von Swiza. Ich habe wirklich alle dieser Funktionen bereits vielfach genutzt und schätze dieses Werkzeug über die Maßen! Und die Kinder brauchen das Taschenmesser zum Schnitzen und um Grillstöcke aus Haselholz zu sägen und anzuspitzen.

Es gibt natürlich Reiseziele, bei denen klar ist, dass auch ein Lagerfeuer gemacht wird, und in dem Fall würde ich ein Campingbeil als Teil der Grundausstattung empfehlen. Am besten taugt mir hier das wirklich winzige, aber unheimlich wuchtig einsetzbare und praktische Agelsjön von Hultafors. Mit solchen Minibeilen kann man - etwas Übung vorausgesetzt - auch vortrefflich schnitzen.

Zum Einschlagen der Heringe habe ich immer einen handelsüblichen Fäustel dabei, denn bei trockenen, harten Böden kommt man (und auch der Hering) da kräftemäßig schnell an Grenzen.

Camping Essentials: Advanced

Ok, die Grundlagen haben wir hinter uns, vielleicht war man jetzt ein paar mal (oder auch ein paar Jahre?) mit mehr oder weniger der o.g. Ausstattung unterwegs, aber mittlerweile werden die Urlaube länger, und man sehnt sich nach etwas mehr Komfort und Variabilität? Na gut, dann wollen wir mal, es bieten sich ja durchaus einige Stellschrauben an. Fangen wir einfach wieder mit der Nahrungsaufnahme an: möglicherweise möchte man auch im Campingurlaub mal “richtig” kochen, also eine Sauce zur Pasta machen, zum Reis frisches Gemüse anschwitzen, oder Würstchen braten und Kartoffeln kochen. Da hilft dann nur eine weitere Kochmöglichkeit. Und die bietet z.B. der zweiflammige Outwell Olida Stove. Ausgestattet mit Piezozündung und Windschutz kannst du hier sprichwörtlich Gas geben und deiner Familie ein kleines Festmahl zaubern. Aber halt - wir brauchen dazu ja auch mehrere Töpfe! Und eine Pfanne, wenn es mal Fleisch oder Fisch geben soll. Das gibt´s z.B. als all-in-one-Lösung in Form des Biwak Edelstahl 3-Sets von Basic Nature. Beinhaltet drei Töpfe und eine Deckel/Pfanne-Kombi sowie einen Topfhalter. Ach ja, in dem Zusammenhang: wenn ihr es leid seid, altes, ausrangiertes Besteck von daheim mitzuschleppen, bietet sich jetzt auch das Upgrade auf ein leichtes, 24-teiliges Besteckset für vier Personen an, in Form des Group Dinner Sets von 360°. Streit wegen falscher Farbe für richtige Person aufgrund von Monochromie ausgeschlossen. Wer allerdings mehr kocht, produziert auch mehr schmutziges Geschirr, welches abgewaschen werden muss. Wir nutzen dafür gerne eine Falt-Spülschüssel wie die Folding Bowl 20 von Ortlieb, in der man das Zeug sowohl gut transportieren als auch abspülen und anschließend lagern kann.

Und: wer öfter kocht, möchte seine Mahlzeiten vielleicht auch nicht mehr unbedingt nur auf dem Boden lagernd zu sich nehmen? Abhilfe schafft hier ein Ensemble aus Campingtischchen und Sitzgelegenheiten: z.B. der geschickte - weil klappbare - Mini Camp-Tisch von Coleman, und diese wirklich sehr bequemen (und faltbaren) Campingstühle von Lafuma. Kinder lieben die auch, ich spreche aus Erfahrung. Wenn es denn extra Stühlchen für die lieben Kleinen sein sollen, dann liegen solche wie die Uquip’s Sandy nahe, denn die haben zwar eine relativ niedrige Standhöhe, eignen sich aber für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen und lassen sich daher auch weiter nutzen, ohne dass ihnen jemand entwachsen würde.

Jetzt, je mehr und je öfter man zeltet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auch mal regnet oder man sogar eine richtige Schlechtwetterphase erwischt. Und wenn dann etwas mehr Zeit im Zelt verbracht werden muss, kann es in einem vergleichsweise kleinen vier Personen-Zelt schnell eng werden, und man sehnt sich dann nach etwas mehr Raum. Schauen wir uns also ein paar der größeren Zelte mit Vorraum, in dem man sich bei schlechtem Wetter auch aufhalten kann um zu essen, zu spielen, zu lesen, dem Regenprasseln zu lauschen etc. an. Da wir uns hier in der “Mittelklasse” befinden, ist das Angebot durchaus umfangreich, und ich habe davon mal drei für Familien geeignete Zelte für euch ausgesucht:

  • Das Laza 4 II- Tunnelzelt von Ocampo wäre erstmal ein gutes Beispiel. Auch nicht schlecht: der Aufenthaltsbereich hat Fenster, die aber bei Bedarf abgedunkelt werden können; z.B. bei zu starker Sonneneinstrahlung. Ein weiterer Pluspunkt vor Allem für größere Camper ist die Deckenhöhe von 1,95m, da sich hier wohl die Meisten im Stehen an- und umkleiden können. Als Bonus ist das Zelt-Innere mit Organizer-Taschen ausgestattet, damit alles seinen Platz hat. Passend zum weiter unten im Abschnitt Premium erwähnten Camping-Kühlschrank gibt es beim Laza 4 II übrigens eine Kabeldurchführung, um Strom ins Zelt zu legen.
  • Wenn es nicht nur ein etwas größeres, sondern auch umfangreicher ausgestattetes Zelt sein darf, käme mir hier noch das Joro 450 von Vango in den Sinn. Dieses Tunnelzelt wird auch gern mal (siehe die Beschreibung im Bergfreunde-Shop ;-) als “mobiles Einfamilienhaus” bezeichnet; und diesem Namen macht es alle Ehre. Mit einer Gesamtgrundfläche von knapp 6m x 3m bietet es massig Platz. Auch die Aufteilung ist praktisch: der Eingangsbereich ist überdacht und kann bei Bedarf mit einer Reißverschluss-gesicherten Tür geschlossen werden, und erst danach folgt der eigentliche Zelteingang. Geschickt, wenn es draußen nass ist! Hinter dem Eingang liegt der ebenfalls recht geräumige und auch über eine Seitentür betretbare Wohnbereich, und erst am Ende des Tunnels befindet sich die Schlafkammer, die bei Bedarf beispielsweise in eine Eltern- und eine Kinderkabine unterteilt werden kann. Auch das Joro 450 bietet die Möglichkeit, eine Stromleitung ins Zelt zu legen.
  • Ein deutlicher Schritt in Richtung Königsklasse wäre dann das Wolf Moon von Robens. Kostet deutlich mehr, bietet dafür aber auch so einiges. Das Material ist nicht nur schnelltrocknend, wasser- und winddicht, sondern auch deutlich robuster und dazu noch so atmungsaktiv wie UV-beständig. Außerdem ist das Gewebe flammhemmend; das Material schmilzt beim Kontakt mit Flammen und fängt nicht selbst Feuer. Durch die höhere Wassersäule hat das Wolf Moon eine Empfehlung für ganzjähriges Zelten und bietet einen besseren Schutz vor Feuchtigkeit. Und bei (Lüftungs- oder Licht-)Bedarf stehen drei Eingangsmöglichkeiten zur Verfügung, die auch gleichzeitig geöffnet werden können und dem Aufenthaltsbereich so einen Pavillon-artigen Charakter geben. Die Abspannseile für einen stabilen, windsicheren Stand sind durch flexible Schlaufen mit Außenzelt und Zeltstangen verbunden, sodass durch starke Böen einwirkende Kräfte optimal auf die gesamte Fläche verteilt werden. Ein Moskitonetz ist integriert, und eine Öffnung für ein Stromkabel gibt es selbstverständlich auch.

Schlussendlich darf hier im Fortgeschrittenen-Segment, wo der Campingurlaub einfach schon gesetzt ist, zum Freizeit-Kanon der Familie dazugehört und regelmäßig stattfindet, die Schlafunterlage - falls nicht bereits im ersten Schritt geschehen - ebenfalls etwas komfortabler werden. Da empfiehlt es sich, sich weg von der reinen Isomatte, hin beispielsweise zu etwas dickeren, weicheren, selbstaufblasenden Matratzen zu orientieren. Am praktischsten finden wir dabei Doppelmatratzen, die lassen wirklich ein Gefühl entstehen, beinahe so als schliefe man in einem richtigen Bett. Als solches lassen sich diese Matratzen übrigens auch zuhause gut nutzen, sie geben exzellente Gästebetten ab. Eine Möglichkeit wäre hier die Comfort 7.5 Double von Vango, die über eine integrierte Pumpe verfügt und ergo selbstaufblasend ist. Mit dieser Matte hast du 7,5cm Höhe vom Boden weg, und eine Liegefläche von 2m x 1,3m. Mit zwei dieser Matten ist der Schlafbereich eines durchschnittlich dimensionierten 4 Personen- Zeltes im Prinzip komplett ausgelegt, und alle Vier können es sich nach Herzenslust bequem machen. Möchte man lieber ein noch weicheres, dem “richtigen” Bett noch näheres Szenario, sind die sogenannten Luftbetten ebenfalls eine Option - wie beispielsweise das Flair Jumbo von Brunner. Ganze 38cm ist diese Matratze hoch!

Camping Essentials: Premium

Wo gibt es nun noch Verbesserungspotential, wenn wir bereits gut essen, gut schlafen,und bequem zusammensitzen können? Antwort: Verbesserungspotential gibt es immer und überall, wie immer ist die Skala nach oben offen, und Veränderungen hängen schlussendlich nur noch von der persönlichen Zufriedenheit ab. Hier folgen einfach noch ein paar Tipps, was es sonst noch alles in der wunderbar bunten Welt der Campingausstattung gibt. Aber gehen wir weiter wie oben vor und beginnen mit der Campingküche. Und da haben Campinggaz mit ihrem Koffergasgrill ein durchaus Premium-würdiges Produkt im Angebot. Der ist zusammenklappbar, bietet drei Gasflammen, einen motorisierten (!) Drehspieß zum Grillen eines Hähnchens und einen Grillrost. Außerdem hat der Grill lange Beine, und man kann im Stehen arbeiten. Vielleicht etwas over the top, aber im Einzelfall sicher schön zu haben; denn beispielsweise in Südeuropa ist Grillen mit offenem Feuer wegen der omnipräsenten Waldbrandgefahr oft nicht erlaubt.

Und möchte man nicht auf sein geliebtes Pulled Pork verzichten, gibt es mittlerweile auch den Dutch Oven für unterwegs - den Feuertopf von Petromax, erhältlich in sieben Größen von 0,93l bis 16,1l Fassungsvermögen. Der wuchtige Gusseisentopf schmort Gemüse und Fleisch zart bei idealer Wärmespeicherung, und der Deckel kann separat als Pfanne verwendet werden. Alles komplett feuertauglich, kann aber natürlich auch mit dem Gaskocher betrieben werden. Für einen leckeren, knackig-frischen Salat gibt es von Brunner eine Salatschüssel, die bruchfest, leicht zu reinigen und am Boden für sicheren Stand mit einem rutschfesten Gummiring ausgestattet ist.

Mit vermehrtem Kochen geht ja auch gern mal eine extensivere Vorratshaltung einher, und da ist es dann geschickt, wenn diese Viktualien entsprechend gelagert, und in manchem Fall eben auch gekühlt werden können. Dafür bieten sich Camping-Kühlboxen wie die Polaris Travel 28 von Brunner an, die während der Fahrt mit einem Kabel am Zigarettenanzünder des Autos betrieben werden können, ansonsten aber regulär über Steckdosen mit Strom versorgt werden. Butter, Käse, Gemüse, Eier, Fleisch oder Fisch: alles mach- und lagerbar! Die kühlen Getränke nicht zu vergessen; es gibt ja schließlich nicht überall eiskalte Bergbäche, in denen man seine Flaschen kalt stellen kann. Für die ganz Entspannten unter uns sind dann Dinge wie das Laze Inflatable Set von Outwell gedacht. Dieses beinhaltet ein Sofa, einen Sessel und eine Ottomane, jeweils aufblasbar. Wenn man ein ganzes Camping-Wohnzimmer benötigt…

Bei den Zelten besteht natürlich auch immer die Möglichkeit, sich zu verbessern beziehungsweise zu vergrößern. Das Tunnelzelt Dogon des niederländischen Herstellers Nomad, der “Riese unter den Familienzelten” (O-Ton Bergfreunde.de-Produkttext), lässt dann wirklich kaum mehr Raum-Wünsche offen. Erstmal hat es eine Gesamtfläche von mehr als 20 qm, und eine Innenraumhöhe von mehr als 2 Metern, was tatsächlich auch für ein 4 Personen-Zelt jeweils beeindruckende Werte sind. Das Innenklima bleibt immer angenehm, da das Außenzelt aus einem hochwertigen Mischgewebe aus Baumwolle und leichtem Polyester besteht, was es eben nicht nur wind- und wasserdicht, sondern auch atmungsaktiv macht. Die Schlafkammer kann in 2x2er-Kabinen unterteilt oder als reine 4er-Kabine genutztwerden; eine Erweiterung um nochmals eine 2er-Schlafgelegenheit (das “Gästezimmer”) ist möglich und vorgesehen. Neben dem in zwei Flügel unterteilbaren Fronteingang gibt es noch zwei Seiteneingänge, sodass der Aufenthaltsbereich nicht nur groß, sondern auch optimal belüftbar ist. Im Zelt-Inneren gibt es wiederum Organizer, die das Verstauen und vor Allem Wiederfinden oft benötigter Dinge vereinfachen. Leicht und schnell aufgebaut ist es auch; sehr hilfreich ist dabei das farblich kodierte, sehr stabile Aluminium-Gestänge.

Zum Thema Zelte noch ein Schmankerl zum Schluss: etwas ab vom Konventionellen haben Robens mit dem Klondike ein extravagantes, aber nichtsdestoweniger praktisches und extrem cooles Zelt im Angebot. Ein Tipi-artiges Bell-Zelt, in dem bis zu sechs Personen bequem schlafen können und das beinahe überall Stehhöhe für alle Bewohner bietet! Und darüber hinaus sehr variabel einsetzbar ist: denn der Zeltboden lässt sich, vom Eingang weg per Reißverschluss bis zum Mittelpfosten aus Leichtmetall öffnen und entfernen, dann kann dort ein Zeltofen aufgestellt werden. Für den Kamin gibt es eine Öffnung im Dach. Jurten-Feeling! Oder halt Alaska-Goldgräberstimmung. Somit ist dieses Zelt durchaus ganzjährig zu verwenden, wenn man einen Ofen nutzt. Alternativ kann der Bereich mit entferntem Boden zum Abstellen matschig-dreckig-nasser Schuhe genutzt werden. Für die Belüftung sorgen (bei geschlossenem Eingang) verdunkelbare, halbmondförmige Fenster mit Moskitonetzen. Das Gewebe verhält sich gegenüber Flammen genauso wie beim oben besprochenen Wolf Moon-Zelt, es schmilzt, anstatt Feuer zu fangen. Die Sturm-Stabilität bei Winden bis 160km/h ist im Windkanal erprobt, und für anhaltendes Regenwetter hat das Zelt eine umlaufende Traufe. Wer einmal eine winterliche Nacht in einer derartigen Behausung verbracht hat, wird es geliebt haben und garantiert wieder tun (wollen).

Camping Essentials: Lieblinge & Unentbehrliches

Jetzt noch geschwind eine kleine Sammlung an Lieblingen und Unentbehrlichem, die ich aus Anregungen aus dem Freundes- und Kollegenkreis zusammengetragen beziehungsweise durch eigene Erfahrung beizusteuern habe!

  • Immer praktisch, nicht nur beim Camping: ein Multitool. Erstmal eine etwas erweiterte Alternative zum Taschenmesser, kann -und sollte!- ein Multitool aber noch viel mehr sein und sogar einen kleinen Werkzeugkasten ersetzen können. Dafür muss es meiner Meinung nach neben der obligatorischen Zange noch mindestens eine Schere und einen Bithalter bieten, wie z.B. das Power Lock Tool von SOG.
  • Bei der Hängematte waren sich zunächst sämtliche der befragten weiblichen Personen einig: eine solche muss mit. Allerdings haben die Damen recht, das ist in der Tat sehr zu empfehlen, sage ich auch aus eigener Erfahrung. Erhältlich z.B. von La Siesta.
  • Eine Solarlampe ist im Zelt immer eine gute Sache - sie sorgt für Helligkeit, ohne dass du dir Gedanken um Batterien machen musst. Tagsüber in die Sonne stellen, bei Dunkelheit entspannt lesen. Möglich z.B. mit der Luci Lux von MPOWERED.
  • Noch ein Bekleidungs-Tipp von uns als drei Jahreszeiten-Camping- Familie: gerade wenn es nachts frisch ist, sind Kleidungsstücke (v.A. Unterwäsche/Ski-Unterwäsche) von Engel aus Wolle/Seide oder gleich schön warm aus Merino wirklich Gold wert, halten warm und machen das Schlafen im Zelt angenehm und kuschelig.
  • Wenn es um Camping-kompatible Grills geht kommt nichts, aber auch gar nichts
  • an der Esbit BBQ-Box 300 S vorbei. Ob beim Zelten oder daheim, eine schneller vorhandene, bessere Hitze, besseren Zug und bessere Justierbarkeit der Rosthöhe habe ich noch nirgends erlebt. Dazu ist das Teil zusammenklappbar, in einem wasserdichten Transportbeutel untergebracht, und im zusammengeklappten Grill selber hat ein wiederum wasserdichter Transportbeutel für eine Ladung Holzkohle Platz. Fun Fact am Rande: die BBQ Box ist der einzige Grill, den wir besitzen. Genial!
  • Als “Liebling” möchte man sie eher nicht bezeichnen, aber unerfreulicherweise brauchen wir auch regelmäßig eine Zeckenzange, erhältlich z.B. von Coghlans. Leider unentbehrlich!

Fazit

Ich hoffe, ich konnte einen interessanten und hilfreichen Einblick in das Reich der Camping-Ausrüstung geben. Dass dieser Einblick im Rahmen des vorliegenden Artikels nicht erschöpfend sein kann, versteht sich von selbst; dennoch sind ja durchaus ein paar wesentliche Aspekte angesprochen worden. Die genannten Produkte eignen sich auch gut als Startpunkt für weiterführende, eigene Recherchen. All den Entdeckern, die sich weiter in die Materie, Artverwandtes und die erweiterte Outdoor-Thematik einlesen mögen, sei unser Basislager-Blog ans Herz gelegt. Aber prinzipiell gilt doch eh: Probieren geht über Studieren. Also: einfach mal machen, ein bisschen ausprobieren, raus gehen, Zelt aufstellen, ein Wochenende hier, fünf Tage da; ihr habt noch den ganzen Rest eures Lebens, um das Equipment zu optimieren. Und diese Lernkurve macht mal wirklich Spaß. In diesem Sinne!

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